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Förderungen in Österreich

Grundsätzlich besteht bei öffentlichen Förderungen kein Rechtsanspruch auf eine finanzielle Beteiligung an Investitionen der Bürger. Sind vorgesehen Mittel der Länder oder des Bundes erschöpft, erlischt die Vergabe bis zu einem möglichen erneuten Budget und den darin vorgesehenen Finanzierungsvolumens. 2020 werden Investitionen bis zu 14 000 Euro bei dem Ersatz von alten Ölheizungen gefördert, wobei sich dieser Wert in den einzelnen Bundesländern unterscheidet.

Förderungen für den Ersatz von Heizungen mit fossilen Brennstoffen sind an bestimmte Vergabebedingungen geknüpft. Wurde früher jede Eingabe und Antrag inhaltlich von zuständigen Regierungsämtern geprüft und danach über die Höhe des öffentlichen Finanzierungsanteils entschieden, ist heute an dieser Stelle der Nachweis der Förderungswürdigkeit an eine technische Vorprüfung getreten. Diese Vorprüfung ist der Nachweis eines EHPA - Labels, der von einer unabhängigen Prüfungsstelle vergeben wird.  EHPA = European Heat Pump Association.

Das EHPA - Zertifikat legt den jeweiligen technischen Standard für eine Vergabe von öffentlichen Fördermitteln fest. Daneben existiert das international bestehenden EUROVENT - Zertifikat, dem alle technischen Produkte unterliegen, wenn es um den Nachweis der Leistung eines Produktes geht. EHPA ist eine europäisches Zertifikat, welches sich nur mit Wärmepumpen für Heizzwecke befasst.

Tatsache ist, dass sich die Wärmepumpe allgemein in den vergangenen Jahren als eine natürliche und nützliche Heizquelle entwickelt hat. Viele neue Techniken haben in der Vergangenheit die Leistungsfähigkeit und Effizienz der Wärmepumpen erhöht, die durch die nötige Wassertemperatur und der Außentemperatur im Sinne einer energiesparenden Verwendbarkeit begrenzt wurde. 

Gerade deswegen war es nötig die tatsächliche Leistungsfähigkeit der verschiedenen marktgängigen Produkte zu prüfen, da hier teilweise erhebliche Leistungsdifferenzen bestehen, die weder eine staatliche Dienstelle noch der Verbraucher mit einfachen Mitteln feststellen kann. Die bislang bestehenden Normen haben sich als nicht unbedingt aussagefähig ergeben und verschiedene Interpretationen gewaltige Abweichungen zugelassen. 

Die Entwicklung insbesondere der Luft / Wasser - Wärmepumpe hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiter entwickelt, sodass neue Normen entwickelt werden mussten, die eine Vergleichbarkeit der Produkte untereinander möglich machen können. Die Effizienzkennzeichnung mit A+ oder A++ wird häufig missbraucht, indem weitere + in der Werbung unzutreffender Weise hinzugefügt wurden. 

Der COP - Wert (Aufwand zu Ertrag) ist eine Wert, der von den klimatischen Verhältnissen und dem Klimaverlauf deutlich abhängig ist. Das heißt bei jeder Außentemperatur gibt es einen anderen COP-Wert. Der Energieertrag aus der Luft fällt mit der Temperatur sehr deutlich. Wenn man eine Vergleichbarkeit eines Produktes beurteilen will, dann muss die Referenztemperatur in der Bewertung gleich sein. 

Das genügt leider auch nicht, da manche Wärmepumpe bei einer Referenztemperatur von +7°C eine akzeptable Leistung besitzt, aber bereits bei einer Temperatur von -2°C die Leistungsgrenze aus technischen Gründen und auch als Mangel an Grundleistung (Fehlplanung) erreicht hat und eine direkte Zusatzheizung als Ergänzung mangelnder Effizienz benötigt. Letztere hat keinen Energiegewinn durch die Wärmepumpe selbst und ist eine teurer Aufwand, den der Verbraucher mit einer hohen Stromrechnung zahlen muss. 

Dies ist meist bei Geräten mit dem fluoriden Kältemittel R 410a oder ähnlichem der Fall. Kältemittel und Kompressor und Kompressortechnik entscheiden über die Leistung einer Luft / Wasser Wärmepumpe bei niederen Temperaturen und auch ob bei -15°C eine ausreichender Energiegewinn aus der Umgebungsluft möglich ist. Das Kältemittel R 410a ist in der wirtschaftlichen Umsetzung zur Erzeugung hoher Wassertemperaturen bei niederen Temperaturen begrenzt. Zudem wird dieses Kältemittel, wie andere dieser Art zukünftig verboten.

Fluorgemische sind giftig und schaden der Umwelt, als neues Kältemittel haben sich Propangemische mit deutlich höherer Effizienz etabliert. AUER hat dieses Kältemittel bereits seit 2010 bei der Entwicklung der HRC 70 eingesetzt und die seit 2010 einzige Luft/Wasser-Wärmepumpe entwickelt, die als vollwertiger Ersatz von Heizkessel mit fossilen Brennstoffen gilt.

Wenn altes bewährtes von der technischen Entwicklung abgelöst wird, müssen die Qualitätskriterien eines Produktes, in diesem Fall der Luft/Wasser Wärmepumpe neu definiert werden. Das hat sich EHPA zur Aufgabe gemacht.