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2020 das Aus für Heizung mit fossilen Brennstoffen, keine Förderung mehr

Österreich folgt den Empfehlungen der EU ab 2021 bei Neubauten und Renovierungen die Maßstäbe von Niedrigenergiehäusern als neuer Baustandard festzulegen. Damit verbunden sind die Auflagen an die Haustechnik nur noch Heizungen auf der Grundlage erneuerbarer Energien zuzulassen. Damit werden zukünftig auch Heizungsanlagen mit allen fossilen Brennstoffen nicht mehr mit öffentlichen Geldern gefördert werden.

Bisher war die Gebäudehülle hinsichtlich der Energieeffizienz Bestandteil einer Bewertung, von nun ab werden Gebäudehülle, Haustechnik und Energie-Gewinnungssystem als einen Standard der Bauausführung definiert. Niedrigenergiehäuser haben sehr geringe Energieverluste, der Energiebedarf ist daher gering . Damit verringert sich der Aufwand für eine Heizungsanlage deutlich.

Die Maßnahmen den Baustandard anzuheben ist umso dringender fällig, da die Atmosphäre unserer Umwelt von einer Zunahme der CO2 - Belastung gekennzeichnet ist. Wenn zukünftig mehr benzingetriebene Fahrzeuge als Folge der Verteufelung des Diesels zugelassen werden, werden die CO2 - Werte weiter ansteigen, was noch größere Verwerfungen des Klimageschehens zur Folge haben wird.

Ersatz durch eine Luft/Wasser Wärmepumpe

Wurde beispielsweise vorher eine Gas- oder Ölheizung mit 17 kW Nennleistung benötigt, kann sich der Bedarf auf eine Leistung von nicht mehr als 7 kW als ausreichend reduzieren. Eine Luft/Wasser Wärmepumpe benötigt keinen Öl-Tank, keine besondere Vorschriften einer Gasheizung und teure Wartungsarbeiten. Sie arbeitet mit einer elektronischen Steuerung über viele Jahre nicht anders als ein Kühlschrank in der Kücheneinrichtung. Der Unterschied ist die Aufstellung im Freien, was bedeutet, dass mindestens einmal im Jahr geprüft werden sollte, dass nicht Staub und Laub die Wärmetauscher verstopfen.

Werden Fluoride als Kältemittel (R 407C, R410a oder R 134a) verwendet ist zu berücksichtigen, dass bei einem Gebrechen im Kältekreislauf ein Nachfüllen wegen Verbot der Kältemittel nicht mehr möglich ist und diese Wärmepumpe ausgetauscht werden muss.

Der Ersatz einer Öl- oder Gasheizung gegen einen Wärmepumpe ist mit relativ geringen Anlagekosten verbunden, da diese bereits besteht. Die Jahresheizkosten müssen nach den Richtlinien der EU zukünftig von den Herstellern im Durchschnittsverbrauch in kW angegeben werden, da die Werbung alleine mit den COP-Werten nicht ausreichende Auskunft gibt.

Moderne Wärmepumpen sind modulierend, d.h. sie erzeugen eine gleichbleibende Wassertemperatur mit geringer Temperaturspreizung. Der Algorhythmus der Steuerung sucht sich selbst den wirtschaftlich günstigsten Arbeitspunkt, im Gegensatz eine Öl- oder Gasheizung, die meist immer eine konstante Wassertemperatur dem Heizkreislauf zur Verfügung stellt.

Die Nennleistung der Wärmepumpe ist kein fixer Wert, da er von der Außentemperatur abhängig ist und die Leistung mit der Lufttemperatur abnimmt. Durch die Steuerung der verfügbaren Leistung durch die Elektronik sind Leistungsangaben immer auf die Arbeitsparameter bezogen. Nur in einer extremen Kälteperiode arbeitet die Wärmepumpe mit voller Leistung, d.h. auch vollen Stromkonsum. Daher zeigen zukünftig in Datenblättern immer nur jeweils die geregelte benötigte Leistung und nicht mehr die volle Nenn-Wärmeleistung.